"EHRENGAFFEEGANNE 2003" 
    Eine Auszeichnung der
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Sächsische Sonette   von Erich Kästner
Als einer über den Dialekt lachte

Ich habbs nicht gerne, wennse driewer lachn.
Da bin ich komisch, weil ichs gar nich bin.
Sie denkn bloß, mit uns, da kennses machn.
Kommse nur hin.

Wenn Sie da nur nich irchendwas verwechseln!
Daß Sie uns kenn' das is noch längst nich raus.
Sie denkn, daß wir Ihretwähjn sächseln!
So sehn Sie aus. 

Wir sinn nich so gemiedlich, wie wir schprechen.
Wir hamm, wenns sein muß, Dinnamit im Bluhd.
Da kennse Gift droff nähm, daß wir uns rächen!
Na, Ihr Gesichtde merkt sich ja ganz gud.

Wir wärn Ihn' schon noch mal de Knochen brechn.
Nur Muhd!

Wir brauchen keine Werbung, wir Sachsen sind in aller Munde. Es versuchen Schauspieler, Moderatoren und Komediekünstler unseren sächsichen Dialekt zu kopieren, um die Menschen zum Lachen zu bringen und das so recht und schlecht. Aber wer seine Muttermilch nicht in Sachsen zu sich genommen hat, tut sich schwer damit.

Nun ja es ist manchmal keine gute Werbung, doch besser wie gar keine, so bleiben wir sprichwörtlich in aller Munde.

 




Literaturhinweise unter
www.lene-voigt-gesellschaft.de